Tsitsikamma Wanderung Pt. 3

Die Wanderung entlang des Tsitsikamma Wanderweges dauert geplante sechs Tage und führt 60km vom Ort Nature’s Valley zur Storms River Brücke oder endet im Ort Storms River/ Paul Sauer Brücke. Nahezu abgeschottet von der Zivilisation führt der Wanderweg durch das Herz der wundervollen Tsitsikamma Berge, durch Schluchten, über kleine Rinnsale aber durch breitere Bergbäche. Es gibt nur selten Handyempfang und so ist die Wanderung perfekt, um einmal Abstand vom Alltag zu gewinnen und die wunderschöne Natur Südfrikas zu genießen.

Die Beiträge hier im Blog haben wir nach den einzelnen Tagesetappen aufgeteilt und heute nehmen wir euch mit auf unsere Wanderung zur Keurbos Hütte.

Tag 02 Keurbos Hütte
Bloukrantz – Keurbos Hütte: 13,4 km, 6 Stunden

Am dritten Tag lag ein verhältnismäßig kurzer Marsch vor uns. Bei bestem Wetter frühstückten wir mit Blick auf die Tsitsikamma Berge und schossen anschließend noch unser obligatorisches, tägliches Gruppenbild.

Die erste Minietappe führte uns vorbei an unserem Haus-Wasserfall. (Mehr Bilder dazu findet ihr in Pt. 2 der Wanderung) Nachdem wir den Wasserfall passiert hatten, ging es durch den Fynbos und unter der knallenden Sonne Südafrikas unentwegt bergauf und bergab.


Geschützt vom Blätterdach des Keurbos Waldes und begleitet vom Zwitschern der vielen Vögel, überquerten wir zahlreiche Bäche, um schließlich unser Zwischenziel das Waterwitelsgat-Bassin zu erreichen. Von hier entspringt der Bloukrantzfluss.



Wir nahmen die Möglichkeit einer kleinen Auszeit dankend an, schwammen etwas im Waterwitelsgat und plünderten unsere Lunchpakete. Das Titelbild dieses Beitrags ist im Waterwitelsgat aufgenommen. Das schräg einfallende Licht brach sich an der Wasseroberfläche und offenbarte der Unterwasserkamera ein tolles Farbenspiel.

Anschließend führte uns der Wanderweg hinauf, entlang des Bergkamms. Die Schönheit der Fynbos Vegetation war immens. Wir sahen unter anderem zahlreiche Protea Pflanzen, die nationalpflanze Südafrikas.


Als wir wieder in den Keurboswald eintauchten, fühlten wir uns neben den sich rechts und links erhebenden Yellowwood Bäumen richtig winzig. Durch die ausgedehnte Beschilderung der verschiedenen Bäume und Hinweisschilder entlang des Weges konnte man einen guten Eindruck davon gewinnen, wie reichhaltig die Natur im Keurboswald ist.

Für anderthalb Stunden wanderten wir auf einem weiteren Fynbosplateau, um dann wieder in eine Sektion Wald einzutauchen. Hier herrschte feuchtwarmes Klima und es war auffällig, dass die Vegetation dieses Waldabschnitts eine komplett andere war, als die der vorherigen Waldsektionen. Der Weg führte uns über dick-bemooste Baumstämme, vorbei an riesigen Farnbüschen. Wir überquerten viele rostrote Bäche, die sich von oberhalb des Berges hinab ins Tal schlängelten. Von den haushohen Bäumen hingen Lianen und oftmals mussten wir über solch umgestürzte Giganten klettern, um weiter voran zu kommen.

Aus Tarzans Wald hinausgekommen, war es schließlich nicht mehr weit zur Keurbos Hütte, wo wir dankend unsere Betten in Beschlag nahmen. Diese Etappe der Wanderung war schließlich doch wesentlich anstrengender geworden als wir ursprünglich gedacht hatten.

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